Neue Pläne Das kostet Wohnen in Düsseldorf - und so geht's aus der Mietfalle raus

Wohnen in Düsseldorf ist deutlich teurer, als es sich viele Menschen, die hier arbeiten, eigentlich leisten können.

Es gilt als finanziell vertretbar, rund 30 Prozent seines Monatseinkommens für die Miete auszugeben. Das ist bei der Vielzahl der Wohnungen aber nicht mehr möglich.

Die Düsseldorfer Wohnungsgesellschaft SWD möchte in den kommenden Jahren Abhilfe schaffen und bis zu 1500 bezahlbare Wohnungen bauen.

So viele billige Wohnungen sollen kommen

Die Stadt der Reichen und Schönen – das möchte Düsseldorf zwar gern sein, allerdings darf bei all der Schönheit auch nicht vergessen werden, dass auch „normale“ Bürger gern in der Stadt wohnen würden.

Die städtische Wohnungs-Verwaltungs-GmbH (SWD) möchte hier Abhilfe schaffen und in den kommenden fünf Jahren bis zu 1500 neue Wohnungen bauen – das zumindest sind die Pläne des neuen Geschäftsführers Dr. Heinrich Labbert.

„In dem Portfolio der SWD existieren etwa 30 städtische Grundstücke, auf denen entweder bereits eine Bebauung zulässig ist, Baurecht erst geschaffen werden muss oder Bestandsbauten durch eine Neubebauung verdichtet werden kann. Dabei gibt es auch Grundstücke, die ursprünglich dem Thema Flüchtlingsunterbringung dienen sollten, oder tatsächlich dazu genutzt wurden“, verrät er EXPRESS.

Preise um die sieben Euro pro Quadratmeter

Die SWD-Wohnungen sollen erschwinglich sein und deutlich unter dem Schnitt liegen, den der freie Markt in der Stadt bietet.

Zwischen 6,80 Euro und 7,60 Euro soll der Quadratmeterpreis der Wohnungen liegen. Die Ansprüche, die Labbert an die Wohnungen stellt, sollen dabei den modernsten Ansprüchen genügen: „Unsere Wohnungen müssen langfristig energetisch effektiv, ressourcenschonend und umweltgerecht sein.“

Wohnlicher Einheitsbrei soll dabei allerdings nicht herauskommen: „Wir sind aufgefordert, gesellschaftsgerecht zu planen und zu bauen; flexible Grundrisse, generationsgerechte Planung und die Integration von Gemeinschafts-, Sozial- und Verkehrsflächen, schon im Entwurfsstadium, sollen dabei helfen.“

Klar ist – bei allen Planungen – dass selbst 1500 neue Wohnungen nicht für den Bedarf reichen werden.

Aber Labbert ist sich sicher: „Das Angebot der wird für Entspannung auf dem preisgedämpften Wohnungsmarkt sorgen können.“